Musik & Theater

Eine besondere Facette sind interdisziplinäre Programme, in denen Musik mit Sprache, Bewegung und szenischen Elementen in Dialog tritt. Gemeinsam mit renommierten Schauspieler*innen entwickelt Sayaka Schmuck Formate, die neue Zugänge zu klassischen und modernen Werken eröffnen. Produktionen wie Igor Stravinskys Die Geschichte vom Soldaten oder Karlheinz Stockhausens Solowerk Der kleine Harlekin stehen exemplarisch für diese Verbindung von musikalischer Interpretation und performativer Gestaltung. So entstehen Aufführungen, die Grenzen zwischen Konzert, Theater und Performance bewusst überschreiten und dem Publikum neue Perspektiven auf bekannte Werke eröffnen. Die Verbindung unterschiedlicher Kunstformen schafft dabei intensive und unmittelbar erfahrbare Konzerterlebnisse.

„Es ist weit mehr als eine szenische Lesung – es ist fulminantes Ein-Mann-Theater … Mal schmeichelnde, mal meckernde, mal erzählende Instrumente gewinnen in deren Händen ungeheure Intensität.”

Frankfurter Neue Presse

Trailer „Die Geschichte vom Soldaten“

„Teuflisch gut … Die Geschichte vom Soldaten zieht Publikum in Bann.“

Nordwest-Zeitung

Programmvorschlag 1:

Igor Stravinsky: Die Geschichte vom Soldaten – Ein Erlebnis für Augen und Ohren

Die Geschichte vom Soldaten ist ein in szenischen Bildern komponiertes Werk des jungen Igor Stravinsky und gilt als Schlüsselwerk des europäischen Expressionismus. Es verbindet Musik und Sprechtheater auf faszinierende Weise und entfaltet eine vielschichtige Klang- und Erzählebene voller Kontraste, Humor und Tragik. Stravinsky greift dabei bewusst auf vertraute musikalische Formen des Alltags zurück – Marsch, Tango, Walzer, Ragtime und Choral – und verwandelt sie in eine radikal neue, ausdrucksstarke Klangsprache.

Der Schauspieler Gerald Friese setzt das Werk eindrucksvoll für Augen und Ohren um. Mit präziser Gestik, starker Bühnenpräsenz und großer sprachlicher Intensität interpretiert er jedes Wort und verleiht der Geschichte Tiefe, Spannung und emotionale Wucht. Die Figuren werden lebendig, die Handlung greifbar, die Atmosphäre unmittelbar spürbar.

Erzählt wird die Geschichte eines Menschen, der dem Teufel seine Seele – symbolisiert durch die Geige, die Musik selbst – verkauft, um seinen eigenen Weg gehen zu können. Doch er erkennt schmerzlich, dass Glück und Erfüllung mit allem Reichtum der Welt nicht zu erkaufen ist. Ursprünglich für eine Wanderbühne konzipiert, bleibt „Die Geschichte vom Soldaten“ ein zeitloses Werk über Versuchung, Verlust und die Suche nach dem wahren Wert des Lebens – hochaktuell in seiner Aussage und berührend in seiner Klarheit.

Wenn Musik erzählt und Sprache klingt, entsteht Musiktheater: In dieser Aufführung verschmelzen Klang, Wort und Szene zu einer intensiven, vielschichtigen Erzählung, die weit über das reine Hören hinausgeht und das Publikum nachhaltig berührt.

„Die wahre Bedeutung der Musik liegt in ihrer Verbindung mit anderen Ausdrucksformen“, schrieb Igor Stravinsky.

„Das Trio interpretiert die szenische Musik so bravourös. dass den Zuhörern der Atem stockte. Ebenso hingen sie völlig gebannt an den Lippen des Schauspielers Gerald Friese, der frappierend wandlungsfähig die Gestalt des Soldaten, des Teufels, einer alten Frau und einer Prinzessin zum Leben erweckte. Der unvergessene Mephisto eines Gustav Gründgens hat in Gerald Friese einen würdigen Nachfolger gefunden.”

Nordwest-Zeitung

Programmvorschlag 2:

„Der Kleine Harlekin“ – Musik, Bewegung und Theater in vollendeter Einheit

Mit Der kleine Harlekin schuf Karlheinz Stockhausen eines der außergewöhnlichsten Werke der modernen Musik. Das Solostück für Klarinette verbindet hochvirtuose Musik mit Tanz, Pantomime und Schauspiel zu einem faszinierenden Gesamtkunstwerk. Neben dem hochkomplexen Notentext bewegt sich die Interpretin choreografiert durch den Raum und lässt die facettenreiche Figur des Harlekins mit Witz, Charme und großer Ausdruckskraft lebendig werden.

Sayaka Schmuck gehört zu den wenigen Künstlerinnen, die diese anspruchsvolle Verbindung von musikalischer, körperlicher und darstellerischer Virtuosität meisterhaft beherrschen. Für ihre Interpretation wurde sie bei den Internationalen Stockhausen-Kursen 1998 von Karlheinz Stockhausen persönlich ausgezeichnet und erhielt darüber hinaus zahlreiche weitere Preise und Anerkennungen.

Besonders eindrucksvoll wirkt Der kleine Harlekin außerhalb des traditionellen Konzertsaals. Ob bei Vernissagen, Ausstellungen oder besonderen Kulturveranstaltungen – der kleine Harlekin bewegt sich frei zwischen Publikum und Kunstwerken und schafft so ein unmittelbares, lebendiges Erlebnis. Musik, Raum und Bewegung verschmelzen zu einer einzigartigen Performance, die begeistert, überrascht und lange in Erinnerung bleibt.

Eine besondere Verbindung zum Komponisten dokumentiert auch der Videotrailer des Werkes, bei dem Karlheinz Stockhausen die Lichtregie persönlich übernahm.

Trailer „Der Kleine Harlekin“

Alle Ensembles

In flexiblen Besetzungen vom Duo bis zum Oktett gestaltet Sayaka Schmuck lebendige Konzertformate mit großer klanglicher Vielfalt.

Das Klarinettentrio Schmuck begeistert mit seiner seltenen Besetzung aus Klarinette, Bassetthorn und Bassklarinette durch außergewöhnliche Klangvielfalt, virtuose Spielfreude und charismatische Präsenz und zählt – von der Presse als „absoluter Hochkaräter“ gefeiert – zu den führenden Ensembles seiner Art.

Das Trio Schmuck steht für hochkarätige Kammermusik mit Charisma: Drei preisgekrönte Musiker verbinden instrumentale Brillanz, stilistische Vielfalt und kreative Programmgestaltung zu mitreißenden Konzerterlebnissen, die von klassischer Meisterliteratur bis zu genreübergreifenden Formaten reichen.

Die Deutschen Bläsersolisten vereinen führende Solistinnen und Solisten deutscher Spitzenorchester zu einem außergewöhnlichen Bläserensemble, das mit technischer Brillanz, stilistischer Tiefe und kammermusikalischer Präzision klassische Meisterwerke und Bläsertradition auf höchstem Niveau lebendig werden lässt.

Die Duo-Formate verbinden flexible Besetzungen mit höchster musikalischer Präzision und eröffnen in intimer Konzertatmosphäre ein überraschend vielfältiges Klangspektrum von klassischen Meisterwerken bis zu zeitgenössischen Akzenten.

Wenn Musik zur Erzählung wird und Theater zu Klang, entsteht eine Kunstform von besonderer Ausdruckskraft. Virtuoses Musizieren, Sprache und szenische Präsenz verschmelzen zu einem eindrucksvollen Gesamterlebnis.

Mit fantasievollen, interaktiven Kinderkonzerten und Musiktheaterformaten lädt das Klarinettentrio Schmuck junge Zuhörerinnen und Zuhörer ein, klassische Musik spielerisch, lebendig und mit allen Sinnen zu entdecken.